Werbung für Glücksspiele: Fakten und Zahlen

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Für den Inhalt der folgenden Seiten

  • Sponsoring von E-Sport-Turnieren und einzelnen Teams
  • Werbung innerhalb von Computerspielen und Apps (In-Game Advertising)
  • Gezielte Ansprache von jungen Erwachsenen über Gaming-Plattformen
  • Integration von Wettmöglichkeiten auf E-Sport-Streaming-Plattformen

ist die Sigert Verlag GmbH nicht verantwortlich.

  • Persönliche Werbung in Spielhallen und Gaststätten mit Automaten
  • Lokale Anzeigen in Stadtmagazinen und auf Litfaßsäulen
  • Kooperationen mit Bars und Kneipen für gemeinsame Aktionen
  • Direktmarketing per Postwurfsendung in bestimmten Stadtteilen

Lexikon, zuletzt bearbeitet am: 02.05.2026 Jetzt kommentieren

DFB: "Das Geld kommt dem Fußball zugute"

Denn während traditionelle Medien klare Sendegrenzen haben, kennt das Internet keine Uhrzeit und keine Landesgrenzen. Für SEO-Strategien und Content-Marketing bedeutet das: Inhalte müssen sachlich korrekt sein, dürfen keine übertriebenen Versprechungen enthalten und müssen stets deutlich auf die Risiken des Glücksspiels hinweisen. Pflichthinweise wie „Glücksspiel kann süchtig machen“ oder Verweise auf Beratungsangebote sind keine bloße Formalie, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Bei Bannerwerbung und programmatischen Kampagnen kommt die Herausforderung hinzu, dass Werbemittel automatisiert auf Webseiten ausgespielt werden – auch auf solchen, die sich an Minderjährige richten könnten. Werbetreibende sind deshalb verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Streuverluste in problematische Umfelder zu vermeiden.

Du willst etwas bewirken?

Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube haben darüber hinaus eigene Werberichtlinien, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen können und zusätzlich zu berücksichtigen sind. Freispiele, Einzahlungsboni oder Cashback-Angebote sind beliebte Marketinginstrumente, bergen aber erhebliche rechtliche Risiken. Werden Bonusbedingungen nicht vollständig und verständlich kommuniziert, drohen Abmahnungen – nicht nur durch Behörden, sondern auch durch Mitbewerber auf Basis des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Eine häufig unterschätzte Gruppe im iGaming-Marketing sind die Affiliates. Als Vermittler zwischen Anbieter und Endnutzer spielen sie eine zentrale Rolle – und tragen dabei eine eigene rechtliche Verantwortung, die nicht einfach auf den Anbieter abgewälzt werden kann. 1 Bewertung Historie des Staatsvertrags zum Glücksspielwesen

Januar 2020

Diese Fragen können im Streitfall entscheidend sein. Und schließlich gilt: Da sich die Rechtslage im deutschen iGaming-Markt dynamisch weiterentwickelt, ist eine kontinuierliche Beobachtung neuer Urteile, Bescheide und Gesetzesänderungen unverzichtbar. Glücksspielwerbung in Deutschland ist kein rechtliches Nischenthema – sie ist ein zentrales Compliance-Feld, das Anbieter und Affiliates gleichermaßen betrifft. Der GlüStV 2021 hat klare Grenzen gesetzt, und die GGL sorgt zunehmend für deren Einhaltung. Wer die geltenden Vorschriften ernst nimmt, seine Werbemaßnahmen sorgfältig prüft und auf rechtliche Beratung setzt, schützt sich nicht nur vor Sanktionen – sondern verschafft sich auch einen echten Wettbewerbsvorteil in einem Markt, der auf Seriosität und Vertrauen angewiesen ist.

Werbung auf Webseiten

Rechtssicherheit ist im iGaming kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Es darf nur für erlaubtes Glücksspiel geworben werden. Hinsichtlich der Art und Weise, wie geworben werden darf, bestehen Einschränkungen. So darf Glücksspielwerbung zum Beispiel nicht den Eindruck erwecken, dass Spielerinnen und Spieler Einfluss auf Glücksspiele nehmen können. Wenn Sie Hinweise darauf haben, dass Werbung für legal in Hamburg vor Ort angebotenes Glücksspiel gegen diese Vorgaben verstößt, können Sie dies der zuständigen Stelle melden. in Deutschland Urteil des EuGH vom 08.09.2010

Kurz und knapp:

Besonders problematisch ist die Reichweite in jugendaffinen Zielgruppen. Ein Beispiel aus Berlin zeigt die Konsequenzen: Der YouTuber Ron Bielecki wurde zu einer Geldstrafe von fast 500.000 Euro verurteilt, weil er illegale Glücksspielseiten beworben hatte. Das Amtsgericht stellte klar, dass fehlende Lizenzen und jugendaffine Zielgruppen die Strafe verschärften. VG Hamburg: Staatlich genehmigte Soziallotterien dürfen Influencer einsetzen, sofern eine gültige Lizenz vorliegt. OVG Magdeburg: Werbung für Glücksspiel ist nur zwischen 6 und 21 Uhr untersagt – außerhalb dieser Zeiten möglich, aber nur für legale Anbieter.

2. Soziale Dimension des Glücksspiels

OVG Sachsen-Anhalt: Auch deutsche Influencer mit Wohnsitz im Ausland dürfen keine in Deutschland illegalen Glücksspielangebote bewerben. Neben direkter Werbung geraten auch zweifelhafte Praktiken in den Blick. Wie GlücksWirtschaft bereits berichtete, nutzen Influencer zunehmend „Fake-Wetten“ und angeblich sichere Tipps, um Spieler zu ködern. Dabei werden Gewinnversprechen an die oft treuen Follower gemacht, die sich als Betrug entpuppen. Betroffene verlieren nicht nur Geld, sondern geraten auch in die Abhängigkeit unseriöser Netzwerke. Was ändert sich mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021?

Zeitpunkt / Ereignis Regulatorische Änderung Auswirkung auf Werbung Umsetzung in der Praxis
Juli 2021 Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) Werbung nur noch für lizenzierte Anbieter erlaubt. Warnhinweise werden Pflicht. Abmahnwelle gegen nicht-lizenzierte Werbung. Neue Gestaltung aller Spots.
Januar 2023 Vollständige Marktregulierung für Online-Casinos & Poker Erweiterter Kreis werbender Anbieter (nun auch Online-Casinos). Zunahme von Casino-Werbung, aber mit strengen Auflagen.
Oktober 2024 Verschärfung der Social-Media-Richtlinien durch die GGL Klarere Regeln für Influencer-Marketing und Zielgruppenfilter. Rückgang von Werbung durch Mikro-Influencer, mehr Compliance-Checks.
Geplant 2026 EU-Review der Werbebeschränkungen (Beihilfeverfahren) Mögliche Lockerung oder Angleichung an EU-Recht. Ungewiss, Branche hofft auf Liberalisierung.